Prädiktive Technologien – Das Vorhersagen der Zukunft

Prädiktiv wird bildungssprachlich für „vorhersehbar“ genutzt und bedeutet nichts anderes, dass sich aufgrund der Auswertung des Nutzerverhaltens einer größeren Gruppe Vorhersagen treffen lassen. Einige verwenden in diesem Zusammenhang auch den Begriff der Schwarmintelligenz. Wissenschaftler haben festgestellt, dass durch die Zusammenarbeit von Menschen – unabhängig von ihrer Schläue – intelligente Entscheidungen getroffen werden können. Auch in der Tierwelt ist das vielfach zu beobachten.

Die Schwarmintelligenz: in der Gruppe schlauer

Sehr beeindruckend lässt sich dieses Phänomen auf der kostenlosen Website trends.google.de beobachten. Gibt der Nutzer als Suchbegriff „Grippe“ und als Ort sein Bundesland ein, sieht er einen Linienverlauf mit der Eingabehäufigkeit und eine gestrichelte Linie, wie Google die weitere Entwicklung aufgrund eigener Metriken abschätzt. Grippewellen, Wahlausgänge, Börsenkurse – kennt man die richtigen Suchbegriffe der Nutzer, erweisen sich die Daten als überraschend aussagekräftig und lassen sich auch als Frühwarnsystem nutzen.

Bessere und neue Produkte

Google stellt auch eine kommerzielle Schnittstelle („Google API“) bereit, um die Suchen für Unternehmen mithilfe eigener Big-Data- und Künstliche-Intelligenz-Anwendungen auszuwerten, um sie für Produktoptimierungen und Neuentwicklungen zu nutzen. Gemeinsam mit anderen Webportalen wie www.answerthepublic.com können neue Produktanforderungen, neue Geschäftsfelder oder Produktverbesserungen abgelesen werden. Gerade kleine und mittlere Unternehmen verschlafen derzeit die Möglichkeiten, in diese Glaskugel zu schauen.

Daten machen die Zukunft vorhersehbar

Der „Datenkrake“ Google zeigt insbesondere bei seinem Kartendienst maps.google.de auf, wie sich die Vorhersagbarkeit auf die Planung der Autofahrt für den nächsten Tag positiv nutzen lässt. Auf der Grundlage von gesammelten Daten und von Echtzeitdaten wird die ideale Route vorgeschlagen. Prädiktive Technologien werden bereits in allen Branchen genutzt. So nutzen sogar einige Bundesländer ihre gesammelten Daten zum Vorhersagen von Einbrüchen. 2002 in dem Science-Fiction-Film „Minority Report“ mit Tom Cruise verfilmt, wird das sogenannte „Predictive Policing“ Realität. Wann machen Sie Ihr Business „prädiktiv“?!

Fazit

■ In Unternehmen liegen wahre Datenschätze brach. Daher gilt es, diese Datenschätze zu identifizieren.

■ Prädiktive Softwareprogramme sind noch rar. Im Rahmen von Forschungsprojekten mit Ihren regionalen Hochschulen können die Daten ausgewertet und Vorhersagen für die Zukunft getroffen werden.

■ Die Nutzung von „Google Trends“ hilft Ihnen bereits jetzt, das Kundenverhalten kennenzulernen.

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