Normaler Quatsch und cooler Kram auf den Design- und Kulturtagen

Nach der Premiere 2015 mit über 10.000 Besuchern und internationalen Gästen wird der Campus Gestaltung der Hochschule Trier und verschiedene andere Hotspots im Stadtgebiet an diesem Wochenende wieder zum kulturell-kreativen Treffpunkt. Die Design- und Kulturtagen in Trier sind gestartet. Mit zahlreichen Ausstellungen, Diskussionsrunden, Installationen und Fassadenprojektionen zeigt sich der Fachbereich Gestaltung als innovativer Impulsgeber. Die sechs Fachrichtungen Architektur, Edelstein und Schmuck, Innenarchitektur, Intermedia Design, Kommunikationsdesign und Modedesign geben Einblick in ihre Arbeit und präsentieren herausragende Designprojekte.

Da die Veranstaltung im Rahmen des Karl-Marx-Jahres 2018 stattfindet, ist das Werk des Philosophen und Gesellschaftskritikers eines der Themen, mit dem sich Studierende, Dozierende und Künstler kritisch und kreativ auseinandersetzen. Offiziell eröffnet wurde die Veranstaltung gestern Abend. Gefeiert wurde bis in die Nacht hinein, alle Ausstellungen können besucht werden, Licht- und Videoprojektionen illuminieren die Porta Nigra und den Irminenfreihof. Ein Höhepunkt wird auch in diesem Jahr die große Modenschau in der Arena Trier sein. Unter dem Titel „Crovement“ werden Abschlusskollektionen und Semesterprojekte gezeigt. Eine Jury kürt die besten Arbeiten, die anschließend mit dem Modepreis der Stadt Trier ausgezeichnet werden.

Das Programm kann sich auch in diesem Jahr wieder sehen lassen. Viele Köpfe haben ein abwechslungsreiches Programm kuratiert:

  • Ausstellungen: Von Buchdesign bis Installation – Ein Querschnitt aller Designdisziplinen gibt Einblick in studentische, interdisziplinäre und internationale Projekte.
  • Führungen & Workshops: Crowdfunding, Augemented Reality, Tanzkurs: In den angebotenen Workshops können sich die Besucher in verschiedene Bereichen ausprobieren.
  • Film & Bühne: Kurzfilme und Theater bereichern das Gesamtprogramm der Design- und Kulturtage. Ein Highlight ist auch in diesem Jahr die große Modenschau in der Arena Trier.
  • Open House – Infotag: Infostände, Workshops, Führungen, Kennenlernen: An diesem Tag können Informationen zu den Studiengängen am Campus Gestaltung und am Hauptcampus gesammelt werden.
  • Projektionen & Installationen: Mediales Zusammenspiel – Räume, Objekte, Klang- und Bildwelten verschmelzen. Digitale Projektionen verwandeln Campus und Innenstadt.
  • Vorträge & Diskussionen: Inspirierend – Vorträge regen Verknüpfungen zwischen Campus, Wirtschaft und Kultur an. Offene Gesprächsrunden laden zur Diskussion ein.

Im Rahmen ihrer Eröffnungsveranstaltung beschäftigte sich die Podiumsdiskussion mit dem Thema der Kultur- und Kreativwirtschaft in Trier. Im Vorfeld wurden Studierende des Campus Gestaltung und Menschen aus der Kreativ- und Kunstszene Triers in einem Einspieler befragt. Die Feststellung der Studis: Keiner möchte in Trier bleiben. Die Unternehmen mit dem Potential zur Selbstverwirklichung und Entwicklungsmöglichkeiten fehlen. Die Talente wandern ab (Berlin, Köln, München, Hamburg …). Nur wenige bleiben in Trier hängen. Das Image-Problem: Die Stadt sei voll mit jungen Menschen, aber werbe mit ihren alten Steinen. Die Folge: „Wir brauchen uns nicht zu wundern, dass hier nur noch normaler Quatsch gemacht wird.“ Die Einschätzung: Es ginge aber darum, coolen Kram zu machen.

„Normaler Quatsch in Trier versus cooler Kram in den Metropolen“ – das ist also überspitzt die Gretchenfragen. In Zeiten von digitalem Nomadentum, Coworking Spaces, Digital Hubs etc. verwundern die Aussagen der Studierende sehr. Der Aufruf: Wenn Euch Trier gefällt, gründet hier und verändert was. Macht genau das zum Thema Eurer nächsten Design- und Kulturtagen: Cooler Kram statt normaler Quatsch. Nicht lamentieren, sondern handeln! Be the change you want to see in Trier!

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