Über 400 Sessions an drei Tagen: MEDIA CONVENTION Berlin und re:publica

Spannende Tage erwarteten die Besucher der diesjährigen MEDIA CONVENTION Berlin (MCB) und re:publica. Über 400 Vorträge und Diskussionen boten die beiden parallel stattfindenden Konferenzen vom 8. bis 10. Mai 2017 in der STATION Berlin auf insgesamt 19 Bühnen an. Auf den beiden MCB-Bühnen gab es Keynotes, Panels, Diskussionen und Fireside-Chats zu den folgenden Themen:

  • Neue Erfolgsmodelle: Wie Plattformen, Medienkonzerne und Start-ups ihre Marken stärken
  • Journalismus zwischen Glaubwürdigkeitsdilemma und Big Data: Wie wir Meinungsvielfalt erhalten
  • Künstliche Intelligenz und Algorithmen: Wie Maschinen unsere Medienwelt formen
  • Virtual und Augmented Reality: Wie wir Medien in Zukunft erleben
  • Storytelling, Stars und Influencer: Wie Inhalte ein Publikum finden

„Auf der MCB standen wieder die neuesten medienbezogenen Themen, Trends und Technologien im Mittelpunkt. Im Bereich Medienmarkt waren es z.B. um Formattrends, innovative Distributionsstrategien und das Ausloten technologischer Möglichkeiten – aktuell insbesondere für Virtual Reality“, so Helge Jürgens, Geschäftsführer des Medienboard Berlin-Brandenburg. Darüber hinaus habe sich die MCB zu einer wichtigen Plattform für Mediennutzer, -macher und -manager entwickelt. Es sei ein Ort zum Netzwerken und für den öffentlichen Diskurs, der eine wichtige Inspirationsquelle für die anwesende Film-, TV-, VR-, Games- oder VFX-Branche geworden ist.

„Auch in diesem Jahr diskutierten wir auf der MCB über aktuelle Themen der digitalen Mediengesellschaft, des Medienmarkts sowie der Medien- und Netzpolitik. Und wir freuen uns, dass wieder so spannende Speaker dabei sind“, erklärt Dr. Anja Zimmer, Direktorin der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb). „Unser Schwerpunkt lag dieses Jahr auf Fragen der Medienvielfalt. Deswegen sprechen wir über neue Konzepte für unabhängigen Journalismus, der die Menschen erreicht. Außerdem beleuchteten wir, wie Algorithmen unsere Mediennutzung beeinflussen und was das für eine moderne Regulierung bedeutet.“

Besucher der MCB konnten sich u. a. auf zwei Innovatoren freuen, die die Art, wie wir Bewegtbild erleben, revolutioniert haben: Virtual-Reality-Guru John Gaeta (ILMxLAB, Lucasfilm), der über seine VR-Experiences für „Star Wars“ sprach, und Holographic-Video-Pionier Steve Sullivan (Microsoft), der Mixed-Reality für die HoloLense vorstellte.

Mit Prof. Frank Pasquale erwarteten wir einen der weltweit führenden Experten für die Auswirkungen geheimer Algorithmen auf die Medienlandschaft. Prof. Vladan Joler und Djordje Krivokapic von Share Lab präsentierten die Verflechtungen des Facebook-News-Algorithmus mit unterschiedlichen Online-Datenquellen und visualisierten, wie der tägliche News-Stream zusammengestellt wird.

Adam B. Ellick (New York Times), Sophie Burkhardt (funk) und andere diskutierten über „Social First“ und wie man am besten sein Angebot im Social Web positioniert. Niddal Salah-Eldin (Head of Social Media, Welt N24) sprach mit Dr. Rasmus Kleis Nielsen (Universität Oxford), Jim Egan (CEO BBC Global News), Dr. Barbara Hans (Chefredakteurin SPIEGEL ONLINE) und Dr. Maren Urner (Perspective Daily) über das Thema Fake News und die Glaubwürdigkeit von Journalismus. Die (stellvertretenden) Redaktionsleiterinnen von bento (Frauke Lüpke-Narberhaus), JETZT (Charlotte Haunhorst) und ze.tt (Marieke Reimann) berichteten darüber, wie im Wahljahr 2017 junge Menschen mit politischen Themen erreicht werden können. Über die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland und Europa diskutierten u. a. Prof. Dr. Karola Wille (Vorsitzende ARD) und Lauri Kivinen (CEO YLE). Ein weiteres Panel warf einen Blick auf die Zukunft des Lokaljournalismus zwischen Innovation, gesellschaftlicher Bedeutung und staatlicher Förderung.

Einen Eindruck aktueller Tendenzen der deutschen TV-Landschaft gaben die Schauspieler Christian Ulmen und Kida Khodr Ramadan zusammen mit weiteren Mitgliedern der Teams hinter den von Kritikern hochgelobten Serien „jerks.“ und „4 Blocks“. In weiteren Sessions behandelte die MEDIA CONVENTION Berlin die Strategien der Mächtigen in der Online-Video-Industrie (YouTube, Facebook), aktuelle nationale und internationale Trends im TV und auf YouTube, Marken als neue Produzenten, „Mobile Storytelling“ mit Snapchat und weiteren Tools, die Professionalisierung und Globalisierung von E-Sports, und Drohnenrennen als „Formel 1 der Zukunft“.

Die MEDIA CONVENTION Berlin (MCB) ist einer der wegweisenden Medienkongresse in Europa. Das Medienboard Berlin-Brandenburg (MBB) und die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) veranstalten die MCB in Kooperation mit der re:publica und im Auftrag der Länder Berlin und Brandenburg. Aktuelle Fragen zu Medien- und Netzpolitik, Markttrends und Entwicklungen der digitalen Mediengesellschaft werden in Keynotes, Fireside-Chats und auf Panels diskutiert und in Workshops und Best-practice-Präsentationen auf ihre Anwendbarkeit geprüft. Darüber hinaus präsentieren Start-ups und Medieninnovationsprojekte der Hauptstadtregion ihre Ideen, Entwicklungen und Geschäftsmodelle.

Nationale und internationale Experten, Medienmacher und Digital Natives kommen auf der MCB zusammen: Gründer, etablierte Global Player, Gamer, Netz-Aktivistinnen, Wissenschaftler, Intendanten und Manager der Rundfunkanstalten und Medienhäuser, Snapchatter, YouTuber, Instagrammer, Medien- und Netzpolitikerinnen, Influencer, Entwickler…

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