Verena Bahlsen: Ich bin das Establishment und die Revolution

Einen bemerkenswerten Podcast hat vor kurzem Alexander Graf auf seinem Kanal „Kassenzone“ ausgestrahlt. Zu Gast war die 25-jährige Verena Bahlsen, Mitinhaberin der gleichnamigen traditionsreichen Keksfabrik aus Hannover. Was die junge Dame da vom Stapel ließ, war mehr als hörenswert und die Widmung eines Blogartikels wert.

Ein Unternehmen mit fast 130-jähriger Familientradition ermöglicht der neuen Generation das Business komplett und autark neu zu denken. Dafür hat sie den Thinktank „HERMANN’S“ in Berlin gegründet – benannt nach ihrem Urgroßvater und Gründer Hermann Bahlsen. Mit ihrem Team will sie das Nahrungsmittelsystem revolutionieren – Ausgang offen.

Gesundheit und Nachhaltigkeit stehen für sie bei der Zukunftsentwicklung im Vordergrund. Dafür verhält sie sich nach eigener Meinung wie Napoleon und will dafür vorsätzlich ein „paar Sachen“ in den Sand setzen. Genussmittel müssen für sie in eine „Sinnwirtschaft“ hinlaufen: Eine Wirtschaft, wie sie sagt, wo eine Kaufentscheidung nicht nach Preis und Bequemlichkeit getroffen wird, sondern „das bringt die Erde um … und mich“. Und so ist sie auf der ganzen Welt nach der Suche nach Lebensmitteln, die nachhaltiger sind – so wie z. B. die Erbsenmilch.

Verena Bahlsen fühlt sich bei ihrer Mission, das „Food-System“ zu verändern zwischen zwei Welten: Dem Establishment in Hannover und ihrer Revolutionsbrigade in Berlin. Sie treibt ihren Vater an umzudenken und droht mit der Mehrheit der Gesellschaftsanteile: Mit ihren Geschwistern sitze sie mittlerweile am längeren Hebel. Dass der Vater nicht unbedingt voll auf begeistert ist, wenn sie plant „ein paar dumme Sachen in den nächsten Jahren zu machen“, ist klar.

Ihr inter­na­tio­nales Netzwerk für Food-Inno­va­tion will Verbrau­cher, Vordenker und Industrie zusam­men­bringen, um gemeinsam die großen Heraus­for­de­rungen des Food-Systems anzugehen. In Berlin stehen im HERMANN’S dafür buchstäblich die Türen offen. Offen für neue Ideen, Wünsche und neue Produkte zu entwi­ckeln. Und keine Angst. Sie sieht sich als radikal, in dem was sie tut, aber respektvoll und wertschätzend, was sie sagt. Wir können gespannt sein, wie es weitergeht!

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